Praxisleitfaden für die psychosoziale Beratung und sexualpädagogische Arbeit
für Menschen mit geistiger Behinderung
Im Rahmen eines insgesamt 2-jährigen Projekts (Erstellung eines Praxisleitfadens und Implementierung in einem Beratungszentrum, 5/2005-4/2007) ist von einem multidisziplinären Redaktionsteam (Fachleute aus unterschiedlichen Praxisfeldern, der Selbsthilfe, dem Bildungs- und dem Forschungsbereich) ein Arbeitsordner für Fachkräfte in der Schwangerschafts(-konflikt-)beratung, Familienplanung und Sexualpädagogik erarbeitet worden. Aber auch für (Sonder-)PädagogInnen und Personen aus der Fortbildung oder Erwachsenenbildung kann dieser Ordner von Interesse sein. Inhalt sind Fachbeiträge zur Sexualität, Schwangerschaft und Familienbildung, Informationen zum Umgang mit Menschen mit geistiger Behinderung (Körperwahrnehmung, Körperbewusstsein, Kennenlernen, Liebe und Partnerschaft, Kinderwunsch und Elternschaft) und rechtliche Grundlagen bezüglich Sexualität, Partnerschaft und Elternschaft von Menschen mit geistiger Behinderung. Darüber hinaus werden Methoden, Projekte und Seminarkonzepte für sexualpädagogische Angebote vorgestellt. Im Anhang ist ein" Kinderwunschspiel", dass in der Praxis mit Gruppen genutzt werden kann. Eine umfängliche, und zum Teil kommentierte Literatur- und Mediensammlung und Adressen mit AnsprechpartnerInnen auf Bundesebene runden das Angebot ab. In Zusammenarbeit mit Mensch zuerst - Netzwerk People First Deutschland e.V., die sich auch selbst vorstellen, sind alle Fachbeiträge in leichter Sprache zusammengefasst und können für die Arbeit als Kopiervorlage genutzt werden.
Eine CD mit einer Kurzfassung des Inhalt liegt dem DIN A 4-Ordner bei.
Titel: Liebe(r) selbstbestimmt.
Praxisleitfaden für die psychosoziale Beratung und sexualpädagogosiche Arbeit
für Menschen mit Behinderung
Artikel Nr: 03063
Preis: € 15,95 inkl. MWSt und Versand
(bitte eine paketzustellfähige Adresse angeben)
Wenn Sie Interesse an diesem Ordner haben, können Sie ihn bestellen beim
AWO-Bundesverband e.V.
Verlag & Vertrieb
Postfach 41 01 63
53023 Bonn
oder per email über verlag(at)awo.org
erstellt von pro familia Hamburg und dem Familienplanungszentrum Hamburg
Wenn Mädchen und Jungen ungeplant schwanger werden, wissen sie oft nicht, was auf sie zukommt. Ihre Freunde stehen zumeist genauso ratlos daneben. Manchmal ist unklar, wie es zur Schwangerschaft kommen konnte, vor allem dann, wenn die Schwangerschaft trotz der Benutzung von Verhütungsmitteln entstand. Erwachsene werden von vielen Jugendlichen nur ungern zu Rate gezogen: Sie befürchten Vorwürfe und in ihrer Entscheidung beeinflusst zu werden.
Die Broschüren sollen Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 18 Jahren sachliche Informationen zu den gesellschaftlich umstrittenen und nach wie vor tabuisierten Themen Teenagerschwangerschaft und Schwangerschaftsabbruch liefern. Zugleich sollen in lebendigen Beispielen die vielen verschiedenen Gefühle und Gedanken benannt werden, die Heranwachsende überrollen können, wenn sie sich plötzlich in der Situation wiederfinden, potentiell Mütter oder Väter zu werden. In den Illustrationen und Texten sind kulturenspezifische Besonderheiten berücksichtigt.
Da bisher Jungen im Zusammenhang mit ungeplanten Schwangerschaften nur als Verursacher auftauchen, ist die Darstellung ihrer unterschiedlichen Gemütsverfassungen und Verhaltensweisen neu. Jugendliche werden darüber hinaus angeregt, sich vor dem Entstehen einer Schwangerschaft mit der Tragweite der Problematik auseinanderzusetzen. Damit kann das Verantwortungsgefühl für diese wichtigen, das Leben einschneidend beeinflussenden Themen gestärkt werden.
Wenn Sie Interesse an den Broschüren haben, können Sie diese beim Familienplanungszentrum gegen eine Schutzgebühr (1,50 € für beide Broschüren plus Versandkosten) bestellen.
Ein Leitfaden für Schwangere
erstellt von pro familia Hamburg und dem Familienplanungszentrum Hamburg
Wie hoch ist das Mutterschaftsgeld, welche Betreuung bietet die Hebamme an oder wann kann Arbeitslosengeld II während der Elternzeit beantragt werden? Darauf und auf alle anderen Fragen rund um die Schwangerschaft und Geburt gibt der Leitfaden "Was alles auf mich zu kommt" Antworten. Ein Adressverzeichnis mit Anlaufstellen, die für Schwangere, Mütter und Eltern relevant sind, ergänzt den umfangreichen Ratgeber. In aktueller Version erscheint der Leitfaden für Schwangere und Eltern in diesem Sommer bereits zum elften mal. Vor allem die sozialrechtlichen Veränderungen durch HARTZ IV haben eine Überarbeitung nötig gemacht. Herausgegeben wird die Broschüre von Familienplanungszentrum e.V. und pro familia Landesverband Hamburg e.V..
Erhältlich ist die Broschüre gegen eine Schutzgebühr von 2,50 € im Familienplanungszentrum, in allen pro familia Beratungsstellen oder per telefonischer Bestellung unter (040) 439 28 22.
Über die allgemeinen Informationen der Broschüre hinaus gehend ist im Einzelfall oft ein konkretes Beratungsgespräch nötig. Schwangere und werdende Mütter/Eltern können sich bei pro familia und dem Familienplanungszentrum gerne persönlich über soziale Hilfen bei Schwangerschaft und Geburt beraten lassen.
Fischer Film-Team, Hamburg 1991
Dieser Film zeigt einen Schwangerschaftsabbruch, wie er heute unter menschlich guten Bedingungen durchgeführt wird. Der Eingriff wird in örtlicher Betäubung und - wie es inzwischen überwiegend medizinischer Standard ist - ambulant vorgenommen. Der Film wendet sich an MultiplikatorInnen aus dem medizinischen Bereich sowie aus beraterischen Arbeitsfeldern, wie z.B. ÄrztInnen und KrankenpflegerInnen in Beruf und Ausbildung sowie Schwangerschaftskonflikt-beraterInnen.
VHS-Videocassette, 25,00 € plus Versandkosten.
Eine Broschüre für Mädchen und ihre Mütter
Hrsg: Familienplanungszentrum, Bärbel Ribbert, Helga Seyler, Hamburg 1993
Entgegen den Bestrebungen, junge Mädchen gynäkologischen Untersuchungen zu unterziehen, will diese Broschüre Tips und Anregungen für Mädchen geben, sich eigenes Wissen über den Körper zu verschaffen und mündige Patientinnen zu werden. Die Broschüre gibt Informationen zur weiblichen Körperentwicklung, zum Ablauf der gynäkologischen Untersuchung und zu den Rechten der Mädchen als Patientinnen.
0,50 € plus Versandkosten
Psychische Folgen des Schwangerschaftsabbruchs
Marina Knopf, Elfie Mayer, Elsbeth Meyer
Hrsg: rororo Sachbuch, Hamburg 1995, leider vergriffen
Eine PDF-Version des Buches kann hier heruntergeladen werden.
Eine Studie des Familienplanungszentrums entlarvt den Mythos, dass Abtreibungen für Frauen grundsätzlich traumatisch seien. Frauen, deren Schwangerschaftsabbruch entweder acht Jahre, ein Jahr oder wenige Wochen zurückliegt, wurden ausführlich befragt. Die Ergebnisse dieser aufschlußreichen Untersuchung, verdichtet in zwölf Fallgeschichten, referiert dieses Buch. Die abtreibenden Frauen selbst berichten von ihren Erfahrungen, die insbesondere für Frauen vor oder nach einem Schwangerschaftsabbruch hilfreich sein können. Besonderes Augenmerk gilt den Bedingungen, die dazu führen, dass Frauen unter einer Abtreibung leiden und der Frage, welche Umstände helfen, einen Schwangerschaftsabbruch gut zu verarbeiten.
Wiederholte Schwangerschaftsabbrüche und was dahinter steckt
Elsbeth Meyer, Susanne von Paczensky, Renate Sadrozinski
Hrsg: Fischer TB Frankfurt 1990, leider vergriffen
4,00 € plus Versandkosten für Restexemplare
Jede Frau, die eine Abtreibung erlebt, hofft, daß es nie wieder vorkommt. Wenn es doch wieder "passiert", muß sie in ihrer Umgebung mit Unverständnis rechnen und beginnt vielleicht sogar, an der eigenen Vernunft zu zweifeln. Sie leidet unter Schuldgefühlen und fürchtet um ihre Gesundheit. Meist hält sie ihre "Schande" geheim und erfährt daher nicht, wie viele Frauen in der gleichen Lage sind. In diesem Buch wird untersucht, warum es manchmal nicht gelingt, ungewollte Schwangerschaften zu vermeiden und "aus Schaden klug zu werden". ÄrztInnen und Beraterinnen werden darüber befragt, wie sie den wiederholten Schwangerschaftsabbruch deuten, und die betroffenen Frauen berichten, wie sie Kinderwunsch und Abtreibung, Verhütung, Sexualität und Moral in ihre Lebensgeschichte einordnen. Daneben entsteht in sieben ausführlichen Protokollen, ein Bild unterschiedlicher, oft bewegender oder erschreckender Liebes- und Lebenserfahrungen.
Von Frauen, die ungewollt schwanger sind
Susanne von Paczensky
Hrsg: Beck, Münschen 1988, leider vergriffen, aber eventuell hier zu bekommen.
Das Buch erzählt Geschichten aus einem verborgenen Lebensbereich, über den es bisher wenig Informationen, aber viele Vorurteile gibt. Die Autorin hat lange an der Arbeit des Familienplanungszentrums teilgenommen und in vielen Gesprächen miterlebt, was die Frauen bewegt. Sie berichtet vom Wirrwarr der Gefühle, von den unterschiedlichen, widersprüchlichen Lebensumständen, vom Druck und der Mißachtung, denen sie ausgesetzt sind; aber auch davon, wie Frauen sich mutig und klar entscheiden.
Ein Reader (nicht nur ) für Sexualpädagoginnen, die mit Migrantinnen arbeiten.
Hrsg: Familienplanungszentrum, Bärbel Ribbert, Karen Hoops, Annette Rethemeier, Hamburg, 1997, Eigenverlag des Fördervereins des Familienplanungszentrum Hamburg.
Das Dokument kann demnächst hier heruntergeladen werden.
Sexualpädagogik in Deutschland berücksichtigt bislang kaum kulturelle Hintergründe weiblicher Jugendlicher. Der Reader enthält vielfältige Hintergrundinformationen gelebter Sexualität von Frauen verschiedener Herkunftsländer. Die Lektüre regt Sexualpädagoginnen an, eigene Bilder und Vorurteile zu überdenken und den Blickwinkel zu öffnen für die Vielfalt weiblicher Sexualität. Literarische Texte von und Interviews mit Frauen aus Afrika, "Islamischen" Ländern, der Russischen Förderation und Lateinamerika - durch Zeitungsartikel ergänzt - zeigen einen facettenreichen Ausschnitt weiblicher Sexualität. Die sinnreiche Sprache der Romane, Erzählungen und Gedichte lädt dazu ein, sich in das vielfältige Erleben von Frauen einzufühlen. Die Einführungen zu den vier Kapiteln skizzieren unterschiedliche Lebensverhältnisse der berücksichtigten Kulturkreise.
Ein Forschungsbericht aus dem Familienplanungszentrum
Elsbeth Meyer, aus:
"§ 218 Zu Lasten der Frauen", Susanne von Paczensky, Renate Sadrozinski (Hg.)
Hrsg: rororo aktuell, Reinbek 1988, leider vergriffen.
Frauen, die abtreiben, sind leichtfertig, gewissenlos, egoistisch, unmütterlich - sogar Mörderinnen. So lauten die Vorwürfe der Abtreibungsgegner. Und was sagen die Frauen selbst dazu? Frauen, die im Familienplanungszentrum eine Schwangerschaft abgebrochen haben, wurden mit diesen Äußerungen konfrontiert und um ihre Meinung dazu gebeten.
Männer über Verhütung, Kinderkriegen, Abtreibung, Sexualität
Elsbeth Meyer
Hrsg: rororo, Reinbek 1986, leider vergriffen,
aber eventuell hier zu bekommen.
Es ist offenkundig, dass in allen Fragen der Fortpflanzung und Sexualität Frauen- und Männerinteressen eng verknüpft sind. Trotzdem sind Bewusstsein und Verhalten beider Geschlechter in diesen Fragen weit voneinander entfernt. Dieses Buch versucht Aufschluss darüber zu geben, wie Männer zu Verhütung und Vaterschaft und zu ihrer Sexualität stehen. Das Buch basiert auf ausführlichen Gesprächen mit Männern, die eine durch Abbruch beendete Schwangerschaft verursacht haben. Wir wollten von ihnen wissen, wie sie es mit Verhütung, Vaterschaft, Abtreibung halten, und wir wollten ihren Zugang, ihre Beteiligung und Betroffenheit kennenlernen. In diesem Buch äußern sich also Männer zu Fragen, die den Frauenthemen zugeordnet und bisher fast nur von Frauen diskutiert werden. Der Forschungsbericht aus dem Familienplanungszentrum will Knoten und Widersprüche aufdecken, die es bisher schwer oder unmöglich machten, eine gemeinsame Diskussion zwischen Männern und Frauen zu führen.