Sex & Co

  • Darf man mit 13 schon Sex haben?

    Laut Gesetz dürfen Jugendliche erst ab 14 Jahren Geschlechtsverkehr haben – mit ein paar Einschränkungen: Es darf kein Abhängigkeitsverhältnis geben und es darf weder Geld bezahlt werden, noch Gewalt angewendet werden.

    Wichtig ist, nur dann mit jemanden Sex zu haben, wenn man es gerne möchte und sich reif genug dafür fühlt. Das kann bei manchen mit 14 sein, bei anderen mit 20. Für viele hat das nicht nur was mit dem Alter zu tun, sondern damit, ob sie mit jemand zusammen sind, dem sie vertrauen können und mit dem oder der sie sich wohlfühlen.

  • Was passiert beim Petting?

    Petting bedeutet, dass beim Sex alles gemacht wird, was schön ist und sich erregend anfühlt, ohne Geschlechtsverkehr miteinander zu haben. Genauer gesagt, ohne dass der Junge mit seinem Penis in der Scheide des Mädchens ist.

    Beim Petting kann man viele schöne Sachen miteinander machen und sehr intensive Gefühle erleben: sich gegenseitig streicheln, Zungenküsse austauschen, sich aneinander schmiegen oder die Geschlechtsteile mit den Händen oder dem Mund liebkosen. Die Berührungen können so erregend sein, dass ihr zum Orgasmus (Link setzten zur Frage: Was passiert beim Orgasmus) (Höhepunkt) kommt. Manche mögen Petting lieber als Geschlechtsverkehr.

    Erlaubt ist, was beiden gefällt! Manchmal muss man dem Partner oder der Partnerin auch einen kleinen Tipp geben, was sich schön (oder auch nicht so schön) anfühlt – denn das ist schließlich bei jedem anders und kann auch von Tag zu Tag ganz unterschiedlich sein!

  • Was sind die erogenen Zonen?

    Als „erogene Zonen“ bezeichnet man die Körperstellen, die besonders sensibel und lustvoll auf Berührungen und Liebkosungen reagieren können. Zu den „erogenen Zonen“ gehören die Brüste und die Brustwarzen (auch bei den Jungen), die Scheidenlippen und der Kitzler, der Penis und die Hoden. Auch die Innenseiten der Schenkel, die Ohren, der Hals und Nacken und die Füße zählen zu den erogenen Zonen.

    Jeder Mensch ist unterschiedlich und so mag jede Person andere Berührungen und Körperstellen gerne oder nicht so gerne. Bei der Selbstbefriedigung oder beim Petting  kann man herausfinden, was einem persönlich gut gefällt.

  • Was bedeutet „blasen“?

    „Blasen“ bedeutet Oralsex bei einem Jungen oder Mann. Dabei wird aber nicht gepustet, sondern der Penis wird mit dem Mund und der Zunge liebkost, geküsst, geleckt... Manchmal nehmen Mädchen oder Jungen auch ihre Hand zur Hilfe. Wie bei allen anderen sexuellen Sachen auch, gibt es Menschen, die Oralsex sehr gerne mögen, und andere, die es nicht mögen. Wichtig ist, miteinander nur das zu machen, was auch beide schön finden!

    Um sich vor einer Ansteckung mit HIV /AIDS zu schützen, sollte man darauf achten, dass keine Samenflüssigkeit in den Mund kommt. Falls das doch passiert: nicht runterschlucken, sondern ausspucken und den Mund anschließend ausspülen. Am besten mit hochprozentigem Alkohol.

    Viele benutzen deshalb ein Kondom- dann ist man gut geschützt. Kondome gibt es extra für Oralsex in verschiedenen Farben und Geschmacksrichtungen. Man kann sich aussuchen, was einem am besten gefällt!

    Übrigens: Was beim Jungen „blasen“ genannt wird, heißt beim Mädchen „lecken“.

  • Wie geht Selbstbefriedigung?

    Selbstbefriedigung macht jeder Mensch unterschiedlich – denn alle mögen unterschiedliche Sachen besonders gerne oder finden sie unangenehm.

    Manche machen viel Selbstbefriedigung, andere kaum oder gar nicht. Bei den meisten ist das phasenweise mehr oder weniger.

    Die meisten Menschen streicheln und berühren sich bei der Selbstbefriedigung an ihren erogenen Zonen (siehe Frage : Was sind die erogenen Zonen auf dieser Seite) – also an den Brüsten, den Scheidenlippen, dem Kitzler, dem Penis oder dem Hodensack. Oft braucht es ein bisschen Übung und Geduld um herauszufinden, was sich schön und erregend anfühlt. Das kann auch von Tag zu Tag und je nach Stimmung unterschiedlich sein.

    Egal was andere sagen – jeder Mensch hat ein Recht darauf, den eigenen Körper zu berühren und sich schöne Gefühle zu machen – oder es zu lassen, wenn man es nicht möchte!

  • Ich hab Angst vor dem ersten Mal. Tut es immer weh?

    Das Erste Mal ist für die meisten sehr aufregend und viele sind unsicher, was auf sie zu kommt. Das ist ganz normal – schließlich tut man „es“ zum ersten Mal und weiß vorher nicht so genau, wie es werden wird und wie es sich anfühlt. Außerdem haben die meisten schon viele Geschichten darüber gehört, die teilweise sehr schön und teilweise auch furchteinflößend sind.

    Mädchen fragen sich oft, ob es weh tun wird. Jungen sorgen sich, ob sie alles richtig machen, wirklich „einen hoch bekommen“ oder vielleicht zu früh einen Samenerguss bekommen.

    Die wichtigste Voraussetzung dafür, dass das Erste Mal schön wird ist, dass ihr beide euch dazu bereit fühlt und Lust habt. Für viele ist es gut, sich schon eine Weile zu kennen, sich zu vertrauen und bereits Petting miteinander gemacht zu haben.
    Wenn es dann so weit ist, sorgt dafür dass ihr nicht gestört werdet und euch wohl fühlt. Streichelt und liebkost euch so lange,  bis ihr beide entspannt und sehr erregt seid. Das Mädchen kann dem Jungen helfen, den Penis einzuführen. Manche mögen es, eine Stellung zu wählen, in der sich beide angucken können. Dann ist es leichter dem anderen zu sagen und zu zeigen, ob es sich gerade gut anfühlt.

    Manchmal klappt es nicht gleich beim ersten Versuch. Dann probiert man es am besten noch mal wann anders ganz in Ruhe aus.

    Übrigens: Wenn von dem „ersten Mal“ die Rede ist, meinen die meisten zwar das erste Mal Geschlechtsverkehr, aber es gibt natürlich viele erste Male beim Sex: Das erste Mal Zungenkuss, das erste Mal Petting, das erste Mal Streicheln an den Geschlechtsteilen und noch viel mehr. Das ist meistens alles sehr aufregend und mit Unsicherheiten verbunden. Mache ich es richtig? Stelle ich mich vielleicht ungeschickt an? Wird es der oder dem anderen gefallen?
    Es kann aufregend sein sich langsam heranzutasten und auf die Reaktion des anderen zu achten. Ist man unsicher, kann man nachfragen, ob es gut so ist.

  • Was passiert beim Orgasmus?

    Der Orgasmus ist der Höhepunkt der sexuellen Erregung und Lust. Einen Orgasmus kann man bei der Selbstbefriedigung, beim Petting oder beim Sex bekommen, auch wenn man nicht jedes Mal dabei einen Höhepunkt bekommt.

    Ein Orgasmus dauert meist einige Sekunden. Dabei ziehen sich die Muskeln in der Scheide, am Kitzler, im Penis und am Hoden mehrmals hintereinander zusammen und entspannen sich wieder. Bei Jungen und Männern kommt dadurch die Samenflüssigkeit aus dem Penis. Bei manchen Mädchen und Frauen kommt beim Höhepunkt auch eine klare Flüssigkeit, die man „weibliche Ejakulation“ nennt. Das ist aber nicht bei allen Mädchen so.

    Ein Orgasmus fühlt sich von Mensch zu Mensch und von Mal zu Mal sehr unterschiedlich an: Mal wie ein innerliches Feuerwerk oder eine Explosion, mal wie eine warme, sanfte Welle die durch den Körper geht, mal wie Zucken und Kribbeln im ganzen Körper oder nur in den Geschlechtsorganen …
    Nach dem Orgasmus entspannt sich meist der ganze Körper.

  • Als ich Sex haben wollte, bin ich zu früh gekommen. Kann man was dagegen tun?

     Beim Sex früher einen Orgasmus oder Samenerguss zu bekommen, als man eigentlich gerne möchte, passiert besonders Jungen und Männern häufiger.  Das liegt daran, dass die Eichel (also die Spitze von dem Penis) sehr erregbar ist und sich hier sehr schnell sehr starke Gefühle entwickeln können. Das ist zum Beispiel beim Eindringen in die Scheide oder den After der Fall. Manchmal liegt es aber auch an der Aufregung.  

    Mit etwas Übung können Jungen und Männer meist lernen, den Höhepunkt etwas länger hinaus zu zögern. Dafür ist es wichtig zu merken, wann man erregt ist. Meist zeigt sich das durch Anspannung der Muskeln und schnelleres Atmen. Dann kann man versuchen, tief ein- und auszuatmen, die Muskeln zu entspannen und mit der Bewegung oder Berührung aufzuhören. Wenn man merkt, dass die Erregung weniger wird, dann kann man weiter machen. Diese „Technik“ ist nicht so einfach und braucht deswegen meist ein bisschen Zeit und Übung. Üben kann man auch ganz gut bei der Selbstbefriedigung.

    Ein anderer Tipp ist, vor dem Sex Selbstbefriedigung bis zum Samenerguss zu machen. Beim „2.Mal“ dauerte es dann meist etwas länger, bis der Junge kommt.

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