Sex ist für viele Menschen ein wichtiger Teil des Lebens. In einer Partnerschaft ist Sex ein Zeichen von Liebe und Vertrauen.
Aber man kann sich beim Sex auch mit Krankheiten anstecken. Zum Beispiel beim: Geschlechts-Verkehr, Oral-Sex, Anal-Sex oder Petting.
Einige Krankheiten werden nur beim Sex übertragen. Darum heißen sie Geschlechts-Krankheiten.
Welche Geschlechts-Krankheiten gibt es? Wie kann man sie erkennen? Und wie kann man sich vor ihnen schützen?
Viele Geschlechts-Krankheiten machen am Anfang kaum Beschwerden. Manchmal gehen die Beschwerden nach einigen Tagen oder Wochen wieder weg. Aber die Krankheit ist nicht geheilt. Das kann zu bleibenden Schäden führen.
Achtung: Sie sehen Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin eine Geschlechts-Krankheit nicht an.
Hier finden Sie mehr Informationen über sexuell übertragbare Krankheiten
Wie kann ich mich anstecken?
Wie kann ich mich schützen?
Zeichen für eine Geschlechts-Krankheit?
Wo kann ich mich untersuchen lassen?
Welche Geschlechts-Krankheiten gibt es?
Geschlechts-Krankheiten werden durch Körper-Flüssigkeiten übertragen. Körper-Flüssigkeiten sind zum Beispiel: Sperma, Scheiden-Flüssigkeit, Blut oder Muttermilch. Wenn diese Flüssigkeiten in den Körper des anderen gelangen, kann man sich anstecken.
Bei manchen Geschlechts-Krankheiten kann man sich über die Schleim-Haut anstecken. Die Schleim-Häute sind im Mund, in der Scheide, im Penis und im After.
Bei anderen Geschlechts-Krankheiten passiert eine Ansteckung durch kleine Verletzungen der Haut oder Schleim-Haut.
Bei manchen Krankheiten kann man sich auch durch Berühren der Haut anstecken.
Einen sicheren Schutz vor einer Ansteckung gibt es nur, wenn Sie keinen Sex haben. Oder wenn beide Partner absolut treu sind.
Ein neuer Partner oder eine neue Partnerin könnte immer eine Geschlechts-Krankheit haben. Das sehen Sie Ihrem Partner oder Ihrer Partnerin nicht an. Darum sollten Sie sich schützen. Sperma, Scheiden-Flüssigkeit oder Blut darf nicht in den Körper des anderen gelangen.
So können Sie sich schützen:
- Benutzen Sie beim Geschlechts-Verkehr immer ein Kondom. Die Frau
kann auch ein Frauen-Kondom benutzen.
- Benutzen Sie beim Anal-Sex ein Kondom.
- Benutzen Sie beim Oral-Sex mit einem Mann ein Kondom.
- Benutzen Sie beim Oral-Sex mit einer Frau ein Latex-Tuch.
- Manche Paare benutzen zusammen Sex-Spielzeug. Bevor der Partner oder
die Partnerin das Sex-Spielzeug benutzt, muss man es abwaschen. Oder
man benutzt es mit einem Kondom, dass man dann wechselt.
- Berühren Sie keine Geschwüre, Bläschen oder Warzen auf der Haut.
Hier finden Sie mehr Informationen bei der Deutschen-Aidshilfe e.V.. Hier finden Sie mehr Informationen über das Frauenkondom.
Das können Zeichen für eine Geschlechts-Krankheit bei Frauen sein:
- Ihre Haut hat Veränderungen an oder um die Scheide: Zum Beispiel:
Rötungen, Pusteln, Knötchen, Geschwüre.
- Sie haben übel riechenden Ausfluss oder mehr Ausfluss als sonst.
Ihr Ausfluss ist gelblich, grünlich oder bräunlich.
- Sie haben Schmerzen im Unterbauch oder Zwischen-Blutungen.
- Es brennt beim Pinkeln.
- Sie haben Schmerzen im Unterbauch oder in der Scheide. Zum Beispiel:
beim Geschlechts-Verkehr
Das können Zeichen für eine Geschlechts-Krankheit bei Männern sein:
- Sie haben eitrigen Ausfluss aus dem Penis.
- Es brennt beim Pinkeln.
- Ihre Haut hat Veränderungen am oder um den Penis.
Zum Beispiel: Rötungen, Bläschen, Knötchen oder offene Stellen.
Manchmal merkt man eine Geschlechts-Krankheit kaum. Im Zweifel lassen Sie sich lieber untersuchen.
Frauen gehen am besten zu ihrer Frauenärztin oder Frauenarzt.
Männer gehen zum Urologen oder zum Haut-Arzt.
In Hamburg gibt es eine Beratungs-Stelle für Geschlechts-Krankheiten(Zentralen Beratungsstelle für sexuell Übertragbare Krankheiten).
Dort können sich Männer und Frauen kostenlos testen lassen.
Wenn Sie eine Geschlechts-Krankheit haben, dann muss auch ihr Partner oder ihre Partnerin untersucht werden.
Im Familien-Planungs-Zentrum beraten wir Sie über Geschlechts-Krankheiten und wie Sie sich schützen können. "Kontakt" Hier finden Sie die Beratungs-Stelle für Geschlechts-Krankheiten.
