Verhütungsmethoden im Überblick

  • Barrieremethoden »

    Zu den sogenannten Barrieremethoden gehören das Diaphragma, die FemCap und das Kondom. Es sind Membranen, Kappen oder Hüllen aus Latex oder Silikon, die zusammen mit einem Gel, das die Beweglichkeit der Samen hemmt, eine Barriere in der Scheide bzw. direkt am Muttermund bilden. Hierdurch wird verhindert, dass Spermien in die Gebärmutter gelangen.

    Barrieremethoden haben eine relativ hohe Sicherheit, wenn sie konsequent angewendet werden. Sie sind preiswert und bergen keine gesundheitlichen Risiken.

    Beratung und Anpassung im Familienplanungszentrum
    Wenn Sie eine Barrieremethode kennen lernen und mit ihnen verhüten möchten, können Sie gerne einen Termin mit uns vereinbaren. Wir erklären Ihnen Funktion, Handhabung und leiten Sie an, die Methode richtig anzuwenden.Bei Bedarf können bei einem zweiten Termin die richtige Anwendung überprüft und offene Fragen geklärt werden.

  • Kondome »

    Kondome sind zuverlässige Verhütungsmittel, wenn sie richtig und regelmäßig benutzt werden. Sie sind das einzige Verhütungsmittel, das außer vor Schwangerschaften auch vor sexuell übertragbaren Krankheiten schützt. Sie sind leicht ohne Rezept in vielen Geschäften (Drogerien, Supermärkte, Sex-Shops, Apotheken) erhältlich. Es gibt unterschiedliche Größen, für Menschen mit Latexallergie auch hypoallergene Kondome oder latexfreie Kondome aus Polyurethan.

  • Natürliche Familienplanung »

    Bei den Methoden der natürlichen Familienplanung (kurz: NFP-Methoden) werden verschiedene Körperzeichen wie Temperatur, Zervixschleim (Flüssigkeit aus dem Gebärmutterhals) und Muttermund beobachtet. Mit diesen Zeichen können Sie die fruchtbaren und unfruchtbaren Tage im Zyklus bestimmen. Die Symptothermale Mehode ist die am besten untersuchte Methode.
    Für den Umgang mit NFP beraten wir Sie zunächst über die Grundlagen der Methode.

    Zu Hause folgt dann eine "Lernphase", in der Sie über einige Zyklen die Körperzeichen beobachten und in Kurvenblätter eintragen. Bei weiteren Terminen können wir die Aufzeichnungen gemeinsam auswerten bis Sie selbst ganz sicher in der Bestimmung der fruchtbaren und unfruchtbaren Tage sind.

  • Spirale »

    Die Spirale (Intrauterinpessar, IUP) ist ein Verhütungsmittel für längere Zeiträume. Sie ist besonders geeignet für Frauen, die Kinder geboren haben. Sie kann aber auch eine Alternative für Frauen sein, die nicht geboren haben. Je nach Modell bietet die Spirale einen empfängnisverhütenden Schutz zwischen 3 und 10 Jahren. Es gibt zwei verschiedene Arten Spiralen: die Kupferspirale und die Hormonspirale.
    Wenn Sie ein niedriges Einkommen (in Höhe des Arbeitslosengeldes II) verfügen und über eine Verhütung mit der Spirale nachdenken, können Sie bei uns einen Termin zu einem ausführlichem Beratungsgespräch und zur Voruntersuchung vereinbaren.

    Kupferspirale
    Die Kupferspirale eignet sich für Frauen mit nicht zu starken Blutungen und wenig Regelschmerzen. Sie besteht aus einem T- oder hufeisenförmigen Kunststoffträger, dessen Mittelteil mit einem Kupferdraht umwickelt ist. Dieser Kupferdraht setzt in der Gebärmutter in geringen Mengen Kupfer-Ionen frei. Durch die Kupfer-Ionen wird das Milieu in der Gebärmutter verändert, worauf die empfängnisverhütende Wirkung der Spirale beruht. Die Spermien werden in ihrer Beweglichkeit und Funktion behindert und es kann nicht zur Befruchtung einer Eizelle kommen. Sollte es doch einmal zur Befruchtung kommen, kann sich das befruchtete Ei nicht in der Gebärmutter einnisten.
    Der Verhütungsschutz beträgt bei der Kupferspirale je nach Modell 3-10 Jahre.

    Hormonspirale
    Die Hormonspirale eignet sich besonders für Frauen mit sehr schmerzhaften, langen oder starken Regelblutungen.
    Sie besteht aus einem Kunststoffzylinder, der das Gelbkörperhormon Gestagen freisetzt. Dieser Hormonzylinder ist an einem elastischen Kunststoff-T fixiert. Die Wirkung der Hormonspirale beruht auf einer Verdickung des Schleimpropfes im Gebärmutterhals, wodurch die Spermien am Aufsteigen in die Gebärmutter gehindert werden. Dennoch aufsteigende Spermien werden in ihrer Funktion gehemmt. Unter dem Hormoneinfluß kommt es zusätzlich zu einem verminderten Aufbau der Gebärmutterschleimhaut, was deutlich kürzere, schwächere und weniger schmerzhafte Regelblutungen zur Folge hat. Die Blutungen treten teilweise unregelmäßig auf oder bleiben bei einigen Anwenderinnen sogar ganz aus.
    Die empfängnisverhütende Wirkung besteht je nach Modell für 3 bis 5 Jahre.

    Das Einlegen der Spirale
    Wenn Sie ein niedriges Einkommen (in Höhe des Arbeitslosengeldes II) verfügen und über eine Verhütung mit der Spirale nachdenken, können Sie bei uns einen Termin zu einem ausführlichem Beratungsgespräch und zur Voruntersuchung vereinbaren.
    Gemeinsam erörtern wir mit Ihnen im Beratungsgespräch, welche Spirale für Sie die richtige ist. Bei der anschließenden Untersuchung kontrollieren wir, ob in der Vagina oder am Gebärmutterhals eine Infektion beseht, und prüfen die Lage und die Form der Gebärmutter. Dadurch sollen Probleme und Komplikationen beim Einlegen der Spirale, zum Beispiel eine Infektion der Gebärmutter oder Eileiter vermieden werden. 
    Am besten wird die Spirale während der Menstruation oder kurz danach eingelegt. Der Muttermund ist leicht geöffnet, so dass die Spirale leichter in die Gebärmutter eingeführt werden kann. Darüber hinaus kann eine Frau in der ersten Zyklushälfte sicher nicht schwanger sein. Das Einlegen einer Spirale kann für Frauen, die noch keine Kinder geboren haben etwas schmerzhafter sein. In diesen Fällen ist eine lokale Betäubung am Muttermund möglich, um die Einlage zu erleichtern. Bei Frauen, die Kinder geboren haben, verursacht das Einsetzen meist nur geringe Schmerzen.

  • Kupferkette »

    Die Kupferkette wird als relativ neue Verhütungsmethode derzeit intensiv beworben. Das Verhütungsprinzip ist das gleiche, wie bei der Kupferspirale. Aber während bei der Spirale der Kunststoffrahmen den Kupferdraht in der Gebärmutterhöhle hält, werden bei der Kette die Kupferelemente mit einem Nylonfaden in der Gebärmutterhöhle gehalten, der mit einem Knoten in der Wand der Gebärmutter befestigt wird. Nebenwirkungen wie verstärkte und verlängerte Regelblutung und möglicherweise verstärkte Regelschmerzen sind bei beiden Methoden gleich. Das Einlegen der Kupferkette ist technisch schwieriger, als das Einlegen der Spirale. Es ist viel Erfahrung notwendig, um den Faden korrekt in der Gebärmutterwand zu befestigen. Da das nicht immer gelingt, wird die Kupferkette in den ersten Wochen nach der Einlage häufiger wieder ausgestoßen, als die Spirale. Wenn sie aber einige Monate lang korrekt liegt, verrutscht sie deutlich seltener als die Spirale.

    Im Familienplanungszentrum können Sie ausführliche Informationen zur Kupferkette bekommen sowie Adressen von Praxen bekommen, in denen sie eingelegt wird.

  • Hormonelle Methoden »

    Es gibt eine kaum übersehbare Auswahl an verschiedenen hormonellen Verhütungsmitteln (Einen umfassenden Überblick finden Sie auch auf der Seite der Pro Familia). Hier stellen wir Ihnen die beiden Grundformen vor:

    Kombinationspräparate
    Die meisten Präparate enthalten zwei verschiedene Hormone - Östrogen und Gestagen. Dazu gehört die Pille. Auch das Verhütungspflaster und der Verhütungsring. Bei den meisten Pillen sind auf einem Blister 21 Dragees, bei diesen wird nach drei Wochen eine Pause von 7 Tagen eingelegt. Manche Präparate enthalten 22 Pillen, dann macht man eine Pause von 6 Tagen. In dieser Zeit tritt eine Entzugs-Blutung auf. Es gibt auch Pillen mit 28 Dragees auf einem Blister. Bei diesen wird keine Einnahmepause gemacht.

    Gestagenpräparate
    Diese Präparate enthalten nur ein Gestagen (Gestagenpille, Dreimonats-Spritze und Implantat). Sie werden von manchen Frauen besser vertragen und haben etwas weniger gesundheitliche Risiken. Sie werden ohne Unterbrechung eingenommen. Dabei tritt die Regelblutung in unregelmäßigen Abständen auf.

    Pillen mit sogenannten natürlichen Hormonen
    Seit wenigen Jahren gibt es Verhütungspillen, die ein Östrogen enthalten, das dem natürlichen Hormon ähnlicher ist, als das Östrogen in den bisherigen Präparaten. Man hofft, dass mit diesen Pillen geringere gesundheitliche Risiken auftreten und dass sie möglicherweise besser verträglich sind. Da diese Präparate noch neu sich, gibt es allerdings keine zuverlässigen Daten zu den gesundheitlichen Risiken. Nach bisherigen Erfahrungen ist die Verträglichkeit sehr ähnlich, wie bei den bisherigen Pillenpräparaten.

    Wo bekomme ich die Pille?
    Für alle hormonellen Methoden brauchen Sie ein Rezept, mit dem Sie das Präparat dann in der Apotheke kaufen können. Wir bieten Ihnen ausführliche Beratung über die Wirkungsweise, die Anwendung und mögliche Nebenwirkungen der verschiedenen Präparate und helfen Ihnen bei der Auswahl des für Sie geeigneten. Unsere Ärztinnen können Ihnen alle hormonellen Methoden verschreiben. Sollten Sie sich für ein Implantat entscheiden, nennen wir Ihnen gern FrauenärztInnen, die es Ihnen einlegen können. Wir bieten auch die notwendigen Kontrolluntersuchungen während der Anwendung von hormonellen Methoden an, wenn Sie nicht die Möglichkeit haben, diese in der Praxis einer FrauenärztIn durchführen zu lassen.

  • Sterilisation »

    Was ist eine Sterilisation?
    Bei der Sterilisation werden in einem kleinen operativen Eingriff bei der Frau die Eileiter oder beim Mann die Samenleiter durchtrennt. Dadurch kommt es zu einer dauerhaften Unfruchtbarkeit, die nur schwer und mit unsicherem Erfolg rückgängig gemacht werden kann. Deswegen sollte die Entscheidung zu einer Sterilisation sorgfältig überlegt werden.

    Wie wird eine Sterilisation durchgeführt?
    Bei der Frau wird dazu meist eine Bauchspiegelung durchgeführt, für die eine Vollnarkose notwendig ist. Nach dem Eingriff kann die Frau nach einigen Stunden nach Hause gehen, wenn sie zu Hause betreut wird. Sie kann aber auch 2-3 Tage im Krankenhaus bleiben. Beim Mann kann der Eingriff in örtlicher Betäubung oder in Vollnarkose durchgeführt werden, und er kann 1-2 Stunden danach wieder nach Hause gehen. Die Krankenkassen bezahlen den Eingriff nur in Ausnahmefällen.

    Wo kann ich mich genauer informieren?
    Im Familienplanungszentrum können Sie mit einer Beraterin darüber sprechen, ob die Entscheidung für diesen endgültigen Eingriff in Ihrer Lebenssituation und zum gegenwärtigen Zeitpunkt die richtige ist. Außerdem bekommen Sie bei uns Informationen darüber, wo Sie den Eingriff durchführen lassen können und welche Kosten auf Sie zukommen.

  • Verhütung und Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten »

    Neben dem Schutz vor ungewollten Schwangerschaften müssen Sie besonders bei neuen Partnern/Partnerinnen auch an den Schutz vor sexuell übertragbaren Infektionen denken.

    Kondome sind das einzige Verhütungsmittel, das gleichzeitig einen guten Schutz vor den meisten Infektionen bietet. Alle anderen Verhütungsmittel müssen mit der Anwendung von Kondomen kombiniert werden, damit Sie auch vor Infektionen geschützt sind. Das Diaphragma und die Portiokappe verhindern, dass während und in den ersten Stunden nach dem Geschlechtsverkehr Krankheitserreger aus der Samenflüssigkeit in den Gebärmutterhals gelangen können - welchen Schutz sie damit bieten, ist allerdings nicht geklärt. Deswegen sollten auch sie zur Sicherheit mit Kondomen kombiniert werden, wenn ein Schutz vor Infektionen gewünscht ist.

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Übrigens

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