schwangerschaftskonfliktSchwangerschaftskonflikt

Kommt es ungeplant zu einer Schwangerschaft, wissen manche Frauen direkt ob sie die Schwangerschaft austragen oder abbrechen wollen. Für viele liegt vor der endgültigen Entscheidung eine Zeit, in der das Für und Wider abgewogen wird. Meist trifft die Frau die Entscheidung auch nicht allein, sondern einvernehmlich oder im Konflikt mit dem Partner oder anderen vertrauten Menschen. Oder Frauen möchten am liebsten mit niemandem reden… Eine unabhängige Beratung kann eine Unterstützung/ Hilfe sein.

  • Ich brauche Unterstützung, um eine Entscheidung treffen zu können »

    Die meisten Frauen und Mädchen, die in unsere Beratungsstelle kommen, haben die Entscheidung zum Abbruch der Schwangerschaft bereits getroffen – allein oder mit dem Partner, Verwandten oder Freundinnen. Manche sind sofort entschieden, andere brauchen mehrere Tage oder Wochen.

    Manchmal kann sich diese Situation allerdings zu einem starken inneren Konflikt ausweiten: Das Gefühl sagt ja, aber die Vernunft spricht dagegen, die Schwangerschaft auszutragen. Vielleicht ist Ihr Partner gegen ein Kind, und Sie möchten ihn nicht verlieren. Oder Sie haben keinen Kinderwunsch, aber Ihr Gewissen verbietet Ihnen einen Schwangerschaftsabbruch.

    Für diese Krisensituationen bieten wir Ihnen ausführliche und, wenn nötig, auch mehrere Gespräche an. Wir unterstützen Sie gerne bei der Lösung des Konfliktes. Die Entscheidung, die Sie selbst treffen ist sehr weitreichend, Sie sollten am Ende damit gut leben können.

    Wir unterliegen der Schweigepflicht. Auf Wunsch beraten wir Sie anonym.

  • Was bedeutet eine ungeplante Schwangerschaft für den Partner? »

    Auch für den Partner der Frau kann eine ungeplante Schwangerschaft zunächst ein Schock sein. Er sieht sich oft unerwartet mit der Frage konfrontiert, ob er jetzt Vater werden möchte. Hier finden Sie weitergehende Beschäftigung mit dieser Frage.

  • Was passiert in der gesetzlich vorgeschriebenen Beratung vor dem Schwangerschaftsabbruch? »

    Die Entscheidung darüber, ob Sie die Schwangerschaft abbrechen lassen möchten, treffen Sie selbst. Sie dürfen im Beratungsgespräch nicht bevormundet werden. Allerdings dient die Beratung dem Schutz des ungeborenen Lebens. Sie sollen ermutigt werden, die Schwangerschaft auszutragen.

    Die Beraterin füllt ein Protokoll aus,, in dem Sie anonym bleiben. Sie werden im Beratungsgespräch nach Ihren Gründen für den geplanten Abbruch der Schwangerschaft gefragt, allerdings sind Sie nicht verpflichtet zu antworten. Wenn Sie es wünschen, können Sie alle Fragen stellen, die im Zusammenhang mit der Schwangerschaft oder dem Abbruch stehen. Dabei kann es z.B. um finanzielle und soziale Hilfen, um medizinische oder organisatorische Fragen rund um den Schwangerschaftsabbruch, die Kostenregelung oder etwa um Verhütung gehen. Wenn Sie zum Abbruch der Schwangerschaft entschieden sind, lassen Sie sich eine Beratungsbescheinigung ausstellen, denn diese muss die Ärztin/der Arzt bekommen, die/der den Eingriff durchführen soll.

  • Was muss ich tun, wenn ich einen Schwangerschaftsabbruch brauche? »

    Sie benötigen eine Beratungsbescheinigung. Sie müssen bei einer Ärztin oder einem Arzt, die/der für Schwangerschaftsabbrüche zugelassen ist, einen Termin vereinbaren. Dafür sollten Sie die verschiedenen Methoden des Schwangerschaftsabbruchs kennen. Wenn Sie nur ein geringes oder kein Einkommen haben, können Sie bei der Krankenkasse die Kostenübernahme beantragen. Das sollte vor dem Abbruch geschehen, da Sie sonst die Kosten selbst tragen müssen (siehe auch unsere Informationen zum geltenden Recht).

  • Muss ich nach einem Schwangerschaftsabbruch mit psychischen Folgen rechnen? »

    Die psychische Belastung durch Schwangerschaftsabbrüche wird meist überschätzt. Viele Studien zeigen, dass langfristige negative psychische Folgen sehr selten sind. Die meisten Frauen erleben die stärkste Belastung in der Zeit vor dem Schwangerschaftsabbruch, in der sie die Entscheidung treffen müssen und Angst vor dem Eingriff haben. Nach dem Eingriff überwiegt bei vielen Frauen die Erleichterung darüber, dass sie den Eingriff hinter sich haben. Einige Frauen erleben eine Phase von Trauer und Depression, die einige Wochen dauern kann.

    Psychische Probleme treten nach Schwangerschaftsabbrüchen häufiger auf, wenn Frauen die Entscheidung unter äußerem Druck treffen müssen, sei es durch schwierige Lebensumstände oder durch starke Einflussnahme von Angehörigen. Auch eine moralische Verurteilung des Abbruchs durch die Umgebung oder eine schlechte Behandlung durch BeraterInnen und medizinisches Personal können die Verarbeitung des Abbruchs erschweren, außerdem der Zwang zur Verheimlichung und fehlende Unterstützung durch nahe stehende Menschen. Wichtig ist es deshalb, dass Sie die Entscheidung in Ruhe und möglichst frei treffen. Dafür können Sie sich Unterstützung im Familienplanungszentrum oder einer anderen Beratungsstelle holen. Versuchen Sie auch Menschen zu finden, mit denen Sie über Ihre Situation sprechen können, und die Sie in der Zeit des Abbruchs begleiten und unterstützen können. Außerdem sollten sie sich, soweit möglich, eine Beratungsstelle und eine Einrichtung für die Durchführung des Schwangerschaftsabbruchs aussuchen, in der Sie freundlich behandelt werden, und ihre Entscheidung respektiert wird.

    Das Familienplanungszentrum hat zu diesem Thema eine Studie durchgeführt und als Buch veröffentlicht.

    Information dazu finden Sie auf der Seite ÜBER UNS/ VERÖFFENTLICHUNGEN

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